Andre Averdiek

Für Georgsmarienhütte, Kolping, Bildung und vieles mehr...
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Gedanken zum Thema Schule

Schule ist so viel mehr als Lernen. Es sollen Spaß, Freunde, soziale Kompetenzen und natürlich Wissen an alle Bevölkerungsgruppen gleichmäßig vermittelt werden.
Ist dieser Anspruch in Georgsmarienhütte gegeben, wird er erfüllt?

  •  In der Grundschule ist alles einfach, alle Schüler gehen in die Grundschule ihres Stadtteiles und unabhängig von Elternhaus und sozialer Herkunft kommen alle gut zusammen klar.
    Nach UN-Konventionen darf kein Mensch mit einem Label versehen werden. Ist die Bezeichnung Hauptschüler oder Gymnasiast eine solche Wertung? Wie fühlt sich jemand mit dem „Titel“ Förderschüler? Haben diese Kinder später die gleichen Chancen? Stimmt es das Eltern ihre Kinder allein des Namens wegen nicht zur Hauptschule in Georgsmarienhütte, sondern lieber zu Domschule nach Osnabrück oder Oberschule nach Hagen a.T.W. schicken?
  • Stimmten eigentlich die Laufbahnprognosen nach Klasse 4? Wie sieht es hier in Georgsmarienhütte aus?  Nach Berichten des EX- UN Sonderberichterstatters Vernor Munoz wurden bis zu 40% falsche Hinweise zu den Laufbahnprognosen (Noten) nach Klasse vier zu den zu erwartenden Schulabschluss gegeben. Warum wurden diese Laufbahnprognosen für Niedersachsen abgeschafft? Wie sollen eigentlich Eltern bei einem neun bis zehnjährigen Kind sicher sein welche Schullaufbahn die Richtige für ihr Kind ist. Und warum muss das überhaupt so früh entschieden werden?
  • Gibt es in der näheren Umgebung eine Schule wo wesentlich mehr Schüler/Schülerinnen einen höheren Schulabschluss nach Klasse 10 erreichen als vorhergesagt wurde?
  • Können soziale Kompetenzen erworben werden, die wir in unserer auseinanderdriftenden Gesellschaft dringend gebrauchen, wenn wir Menschen schon früh selektieren? Warum achten immer mehr Unternehmen bei der Einstellung auf den EQ und nicht mehr so sehr auf den IQ? Kann sich ein Akademiker, ein Arzt, Ingenieur in die Gedanken eines Arbeiters hineinversetzen und umgekehrt wenn sie schon nach vier Jahren Schule gesellschaftlich getrennt wurden?
  • Warum gibt es in Georgsmarienhütte so viele Nachhilfestudios? Warum melden immer weniger Eltern ihre Kinder zur 5. Klasse an der Hauptschule an und weshalb steigt dort die Schülerzahl mit wachsender Jahrgangsstufe? Wo bleiben eigentlich die ganzen Gymnasiasten  bis Klasse 10 oder 13? Wie lange bleibt eigentlich ein Schüler an der Realschule, sechs Jahre oder evtl. auch mal sieben?
  • Muss ein Ingenieur gut in Grammatik sein? Warum wird ein Kind bei einer fünf in Deutsch und Englisch, z.B. wegen schlechter Grammatik, aber guten Noten in Physik, Chemie, Biologie aus seinem Klassenverband gerissen und wiederholt das Jahr? Warum konnte das überhaupt passieren? Hat er vorher genug Unterstützung und die rechtlich zugesicherte Förderung bekommen? Wie verantwortlich sind die unterrichtenden Lehrer und Schulleiter?
  • Haben wir überhaupt genug Lehrer? Sind die Lehrer an unseren Schulen die Besten oder die Einzigsten?
  • Sollte nach 100 Jahren „Gemeinsame, inklusive Grundschule“ endlich die Transformation der Sekundarstufe eins umgesetzt werden? Inklusive Gymnasiums und Oberstufe?
  • Wenn ein Parkplatz mehrere Millionen Euro kosten soll, nicht rechtzeitig verkaufte Aktienpakete extrem unter Einkaufspreis verkauft werden müssen, wie viel Geld darf dann Bildung kosten? Was kostet es, nicht in Bildung zu investieren?
  • Warum wandern immer mehr Schüler aus dem Südkreis und auch aus unserer Stadt an andere Schulstandorte ab?
  • Warum verlassen im Jahr 2016 Schüler ohne Schulabschluss Georgsmarienhütter Schulen? Was kostet das die Gesellschaft? Warum konnten wir diese Menschen nicht auffangen?
  • Wo sehen wir unsere Schullandschaft in fünf Jahren?

 

Das kann man sich ja einfach mal so fragen…

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention.

Mir ist es ganz besonders wichtig, dass niemand aus unserer Gesellschaft ausgeschlossen wird. Besonders im Bereich Bildung und Menschen mit Behinderung sollte jeder darüber nachdenken ob dies in unserer Gesellschaft heute so gelebt wird. Daher an dieser Stelle der Hinweis auf Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention.

Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention erkennt das Recht behinderter Menschen auf Bildung an.

Artikel 24 – Bildung
(1) Die Vertragsstaaten anerkennen das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung. Um dieses Recht ohne Diskriminierung und auf der Grundlage der Chancengleichheit zu verwirklichen, gewährleisten die Vertragsstaaten ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen mit dem Ziel,

  1. die menschlichen Möglichkeiten sowie das Bewusstsein der Würde und das Selbstwertgefühl des Menschen voll zur Entfaltung zu bringen und die Achtung vor den Menschenrechten, den Grundfreiheiten und der menschlichen Vielfalt zu stärken;
  2. Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit, ihre Begabungen und ihre Kreativität sowie ihre geistigen und körperlichen Fähigkeiten voll zur Entfaltung bringen zu lassen;
  3. Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft zu befähigen.

(2) Bei der Verwirklichung dieses Rechts stellen die Vertragsstaaten sicher, dass

  1. Menschen mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und dass Kinder mit Behinderungen nicht aufgrund von Behinderung vom unentgeltlichen und obligatorischen Grundschulunterricht oder vom Besuch weiterführender Schulen ausgeschlossen werden;
  2. Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen in der Gemeinschaft, in der sie leben, Zugang zu einem integrativen, hochwertigen und unentgeltlichen Unterricht an Grundschulen und weiterführenden Schulen haben;
  3. angemessene Vorkehrungen für die Bedürfnisse des Einzelnen getroffen werden;
  4. Menschen mit Behinderungen innerhalb des allgemeinen Bildungssystems die notwendige Unterstützung geleistet wird, um ihre erfolgreiche Bildung zu erleichtern;
  5. in Übereinstimmung mit dem Ziel der vollständigen Integration wirksame individuell angepasste Unterstützungsmaßnahmen in einem Umfeld, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet, angeboten werden.

(3) Die Vertragsstaaten ermöglichen Menschen mit Behinderungen, lebenspraktische Fertigkeiten und soziale Kompetenzen zu erwerben, um ihre volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung und als Mitglieder der Gemeinschaft zu erleichtern. Zu diesem Zweck ergreifen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen; unter anderem

  1. erleichtern sie das Erlernen von Brailleschrift, alte rnativer Schrift, ergänzenden und alternativen Formen, Mitteln und Formaten der Kommunikation, den Erwerb von Orientierungs- und Mobilitätsfertigkeiten sowie die Unterstützung durch andere Menschen mit Behinderungen und das Mentoring;
  2. erleichtern sie das Erlernen der Gebärdensprache und die Förderung der sprachlichen Identität der Gehörlosen;
  3. stellen sie sicher, dass blinden, gehörlosen oder taubblinden Menschen, insbesondere Kindern, Bildung in den Sprachen und Kommunikationsformen und mit den Kommunikationsmitteln, die für den Einzelnen am besten geeignet sind, sowie in einem Umfeld vermittelt wird, das die bestmögliche schulische und soziale Entwicklung gestattet.

(4) Um zur Verwirklichung dieses Rechts beizutragen, treffen die Vertragsstaaten geeignete Maßnahmen zur Einstellung von Lehrkräften, einschließlich solcher mit Behinderungen, die in Gebärdensprache oder Brailleschrift ausgebildet sind, und zur Schulung von Fachkräften sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen auf allen Ebenen des Bildungswesens. Diese Schulung schließt die Schärfung des Bewusstseins für Behinderungen und die Verwendung geeigneter ergänzender und alternativer Formen, Mittel und Formate der Kommunikation sowie pädagogische Verfahren und Materialien zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen ein.

(5) Die Vertragsstaaten stellen sicher, dass Menschen mit Behinderungen ohne Diskriminierung und gleichberechtigt mit anderen Zugang zu allgemeiner Hochschulbildung, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung und lebenslangem Lernen haben. Zu diesem Zweck stellen die Vertragsstaaten sicher, dass für Menschen mit Behinderungen angemessene Vorkehrungen getroffen werden.

 

Weiteres zum Thema unter https://www.behindertenrechtskonvention.info

 

Standpunkte

Es sind die Enthusiasten die die Welt verbessern, nicht die Erbsenzähler.

Dafür stehe ich:

 

Fairness im Schulsystem, Elternwille und neue Ideen

Soziale Gerechtigkeit und privates Engagement für die Mitmenschen

Ausbau und Stärkung der Georgsmarienhütter Verbände, Vereine und Kirchengemeinden